Nicole Reith
Teamleiterin
"Führungskraft sein bedeutet Verantwortung zu übernehmen", bringt es Nicole Reith auf den Punkt. Die Teamleiterin versteht sich dabei als Ansprechpartnerin für ihre Mitarbeiter:innen, um sie bei ihrer Arbeit mit Kindern und Familien zu unterstützen. "Das macht mir eigentlich am meisten Spaß."
Mit Blick auf ihren eigenen Werdegang bei Pro Juventute sagt sie: "Im sozialpädagogischen Bereich entwickelt man sich jeden Tag weiter." Denn am Weg in die Führungsrolle hat Reith unsere Organisation ausführlich kennen gelernt. So arbeitete sie nach ihrem Studium in unserer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft Golling, und absolvierte auch unser Traineeprogramm.
Dabei ist nicht nur sie selbst gewachsen, sondern hat auch unser Betreuungsangebot in Tirol entscheidend erweitert. So baute sie unser mobiles Team Innsbruck sowie die Kriseneinrichtung Kirchbichl auf.
Video: "Verantwortung übernehmen und da sein"
| Name: | Nicole Reith |
| bei Pro Juventute: | seit 2017 |
| aktueller Job: | Teamleitung Mobil Innsbruck |
| Ausbildung: |
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| bisherige Tätigkeiten: |
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Absolventin unseres Traineeprogramms
Nicole Reiths Traineeprogramm fiel in die Zeit der Corona-Pandemie: "Anfangs war ich in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft und hab dort als Fachkraft mitgearbeitet und das Team unterstützt", erzählt sie. Andere Wohngemeinschaften kennenzulernen sei für sie unwahrscheinlich spannend gewesen, "weil jedes Team macht es ein bisschen anders und da kann man sich sehr viel mitnehmen für die Zukunft."
Die Phase in der Unternehmenszentrale war für Reith wertvoll, weil sie dabei die Menschen und Abläufe in den administrativen Bereichen intensiv kennengelernt hat: "Man entwickelt Verständnis füreinander, was mir jetzt auch im Berufsalltag zugute kommt." Eine weitere Station als Trainee war schließlich im mobilen Bereich.
Gemeinsame Entwicklungsschritte gehen
"Zur Sozialpädagogik bin ich ganz klassisch gekommen: am Anfang habe ich gesagt, ich möchte irgendwas mit Menschen arbeiten, mit Kindern und Jugendlichen", erzählt Reith, warum sie sich für Pädagogik und Erziehungswissenschaften entschieden hat. "Im Studium habe ich recht schnell gemerkt, das ist das Richtige für mich. Da fühle ich mich wohl und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es der passende Weg für mich ist."
Mit "genau das Richtige" meint die heutige Teamleiterin vor allem die tägliche Abwechslung in ihrem Job. "Kindern eine Stimme zu geben, damit sie gehört werden, damit man ihre Ansichten vertritt und sie in ihrer Entwicklung unterstützt – das ist einfach was Schönes."
Mit ihrem heutigen Blick empfiehlt sie einen Job in der Sozialpädagogik allen, die bereit sind "für junge Menschen in einer krisenhaften Situation oder Lebensphase da zu sein und Verantwortung zu übernehmen." Dass unterschiedliche berufliche Vorerfahrungen ein Team bereichern, davon ist Reith überzeugt.
Neue Angebote aufgebaut
Wenn wir auf die Entwicklung der Pädagogin selbst blicken, dann kommt einem auch das Wort "Pionierin" in den Sinn, schließlich hat sie in den vergangenen Jahren entscheidene Aufbauarbeit geleistet. Nicht nur unser mobiles Angebot in Innsbruck sondern auch die Kriseneinrichtung Kirchbichl tragen ihre Handschrift.
"Wir haben uns auf neuem Terrain bewegt", fasst es Reith zusammen. "Das bedeutet einfach immer wieder, sehr flexibel zu handeln, um vor allem den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden."
Kinder stärken
"Gemeinsam Kinder stärken bedeutet, Kinder im Familiensystem zu stärken", beschreibt die Führungskraft ihren Blick auf die mobile Arbeit. "Es geht darum, Perspektiven zu schaffen, wie Dinge zu Hause ablaufen können und ihre Entwicklung zu fördern." Besonders schön sei es, wenn sich dabei die Familie insgesamt darauf einlässt, solche Entwicklungsschritte mitzugehen.
In der Kriseneinrichtung gehe es darum, die Kinder ankommen und zur Ruhe kommen zu lassen. "Unser Fokus liegt ganz klar bei den Kindern: Wir möchten ihnen Sicherheit geben und dafür sorgen, dass sie trotz aller äußeren Krisen einen Platz haben, an dem sie einfach Kind sein können. Denn vor allem brauchen die Kinder hier das Vertrauen, dass das einfach ein sicherer Platz für sie ist," so Reith.
Nicole Reith hatte als Teamleiterin für fast zwei Jahre die Führungsverantwortung über zwei Angebote. Im Sinn der pädagogischen Qualitätssicherung konzentriert sie sich seit März 2026 voll auf ihre Leitungsfunktion in der mobilen Arbeit. Teamleiterin in der Kriseneinrichtung Kirchbichl ist seither Gertrude Felderer.




