Andrea Schrancz

Lernbetreuerin 

Portrait Andrea Schrancz

Es gibt Mitarbeiter:innen bei Pro Juventute, die wir getrost als Langzeitgedächtnis unserer Organisation bezeichnen – und Andrea Schrancz gehört da sicher dazu. Seit über dreißig Jahren stärkt sie Kinder im burgenländischen Stegersbach. "Damals waren die Pflegeeltern allein mit mir. Das große Haus, der große Garten ...", schildert die gebürtige Osttirolerin die Belastung im früheren Betreuungskonzept.

Mit der Umwandlung in eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft 2002 sei viel anders geworden: "Du kommst entspannt in die Arbeit und wir schauen gemeinsam, wo wir die Kinder gut fördern können", so Schrancz. Das sei im Team einfacher, "weil alle einen anderen Blickwinkel haben und wir auch viele Ressourcen haben."

Seit 2021 arbeitet die Sozialpädagogin als Lernbetreuerin. "Ich mag Kindern die Freude am Lernen vermitteln", lächelt sie und verweist auf eine wichtige Erleichterung: "Das werde ich bis zur Pension machen, denn jetzt hab ich keine Nachtdienste mehr."

»Ich mag es total gern, den Kindern Freude am Lernen zu vermitteln.«
Andrea Schrancz 

Video: "Dann schließt sich für mich der Kreis"

Dann schließt sich für mich der Kreis
Name:Andrea Schrancz
bei Pro Juventute:1994
aktueller Job:Sozialpädagogische Fachkraft
Ausbildung:
  • Sozialpädagogik
  • Lerncoach
bisherige Tätigkeiten:
  • pädagogische Zusatzkraft in Pflegefamilie (bis 2002)

Aufgeschlossen für neue Wege

"Ich bin über meine beste Freundin zu Pro Juventute gekommen und hab anfangs sogar mit den Pflegeeltern gemeinsam in diesem Haus, wo jetzt die Wohngemeinschaft ist, gewohnt", beschreibt Schrancz ihren Beginn als sozialpädagogische Zusatzkraft in der Pflegefamilie. Diese hatte ein eigenes Kind und betreute eine Geschwistergruppe mit fünf Kindern, welche beim Einzug zwischen drei und neun Jahre alt gewesen sind.

"Wenn die Pflegeltern Urlaub hatten, war ich eine Woche allein mit den Kindern. Das war schon eine Herausforderung, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann." Früher sei es einfach darum gegangen, die Kinder zu betreuen. "Gut zu betreuen", wie die Sozialpädagogin betont. "In der Wohngemeinschaft ist das ganz anders geworden: Heute arbeiten wir stärker pädagogisch mit den Kindern und wir fördern sie."

Den Abschied vom Konzept der Pflegefamilien sieht Schrancz auch mit Blick auf die Kinder sehr positiv: "Die haben sich damals gut umgestellt. Sie können gut damit, dass es einen Turnusdienst gibt."

Wege zum Wachsen öffnen

Als Lernbetreuerin ist ihr wichtig, dass Lernen nicht trostlos, sondern mit viel Freude erlebt wird. Daher arbeitet Andrea Schrancz viel mit Spielen und baut auch motorische Übungen und kinesiologische Methoden ein. "Meine Intention ist es, den Kindern das Lernen zu lernen. Ich kann ihnen Wege zeigen, wie man lernt."

Dabei betreut sie die jungen Menschen von der ersten Schulstufe bis hin zur Berufsschule bzw. Oberstufe. "Zu mir kommen die Kinder im Einzelsetting, da entstehen wichtige Gespräche und ich kann mich ganz intensiv mit ihnen befassen", so die ausgebildete Lerncoachin.

"Gern in meinem Job"

Mittlerweile arbeitet unsere langjährige Mitarbeiterin in Altersteilzeit und strahlt dabei große Begeisterung aus: "Ich bin seit über dreißig Jahren bei Pro Juventute, habe einige Veränderungen miterlebt und bin nach wie vor total gern in meinem Job. Ich hab's noch nie bereut."

Mit Ihrer Spende schenken Sie einem Kind eine neue Perspektive.