Lukas Linzner

Teamleiter 

Portrait Lukas Linzner

Dass er ein breites Interessensgebiet hat und offen für vielfältige Welten ist, zeichnet Lukas Linzner definitiv aus. Schließlich verknüpft er Erfahrungen aus der Bauwirtschaft mit wichtigen Eindrücken aus dem Zivildienst und aus unserem Traineeprogramm

"Ich fand das pädagogische Arbeiten auf vielen Ebenen interessanter. Also hab ich mir gedacht: dann bleib ich in dem Feld", so Linzner über seinen Entschluss, die Baubranche zu verlassen und Erziehungswissenschaften zu studieren. Im Jänner 2025 startete er bei Pro Juventute als Trainee.

Dieses Programm empfiehlt er allen, die daran interessiert sind, in einem pädagogischen Unternehmen zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln: "Da bekommt man in kurzer Zeit viele Eindrücke aus verschiedenen Betreuungsangeboten."

Seit Anfang 2026 leitet Linzner gemeinsam mit einer Kollegin das Team unserer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft in Wien.

»Bei der Arbeit am Bau habe ich viel Wertvolles  gelernt. Der Zivildienst mit schwerbehinderten Menschen war aber eine besondere Sinnerfahrung für mich.«
Lukas Linzner

Video: "Diese Arbeit macht Spaß"

Diese Arbeit macht Spaß
Name:Lukas Linzner
bei Pro Juventute:seit 2025
aktueller Job:Teamleiter
Ausbildung:
  • HTL für Bautechnik
  • Studium der Erziehungswissenschaften
  • Psychotherapeutisches Propädeutikum
bisherige Tätigkeiten:
  • Bautechniker und Baukonstrukteur
  • Pädagogische Fachkraft und Tagesheimleiter in einer Sonderschule
  • Trainee
  • Sozialpädagogische Fachkraft

Erst Trainee, jetzt Teamleiter

"Das Traineeprogramm war für mich die erste Vollzeiterfahrung nach dem Studium", erzählt der Pädagoge. Dabei hat er verschiedene Stationen in sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Wohngemeinschaften in Wien und Niederösterreich absolviert. "Für mich war einfach super, dass es verschiedene Bereiche gibt, wo ich reinschnuppern und herausfinden konnte, was gut und was vielleicht weniger gut für mich passt." So hat er als Trainee auch schon seinen aktuellen und nun fixen Arbeitsort ausführlich kennengelernt.

"Ich habe es sehr angenehm gefunden, dass ich Kolleg:innen und eine Teamleitung hatte, mit denen ich zusammenarbeite und außerdem eine externe Begleitung, die eben genau meine Trainee-Themen anspricht", schildert Linzner. "Das hat es für mich leicht gemacht, mich einzufinden, wohlzufühlen und auch zu reflektieren."

Auch die Weiterbildungen haben ihn begeistert: "Ich habe die ersten zwei Monate in einer Wohngemeinschaft gearbeitet und gleichzeitig Fortbildungen in Traumapädagogik besuchen können", erinnert sich Linzner. "Die Verknüpfung der praktischen Erfahrungen mit Theorie und Reflexion war für mich so interessant."

Zudem empfand er die Module in der Unternehmenszentrale als bereichernd: "Da habe ich einen tieferen Unternehmenseinblick bekommen. Wie arbeitet der pädagogische Fachdienst, wie entstehen Zeitschriften, wie läuft das in der IT oder im Rechnungswesen – es war spannend, die Tätigkeiten zu sehen, die im Hintergrund laufen."

Als Trainee kann man sich das Unternehmen "sehr breit anschauen und man lernt viele Leute kennen", hebt der nunmehrige Teamleiter auch die interne Vernetzung hervor: "Das ist extrem förderlich in der jetzigen Arbeit, denn ich weiß welcher Mensch hinter dem Telefon sitzt. Das fühlt sich gleich anders an."

Von der Bauwirtschaft in die Sozialpädagogik

Doch wie hat es sich eigentlich ergeben, dass er nun als Pädagoge in einem sozialtherapeutischen Angebot in Wien arbeitet?

"Ich habe vorher in der Baubranche gearbeitet und war somit in einem ganz anderen Berufsfeld", verweist Linzner auf seinen Zivildienst in einer Wohngruppe für Schwerbehinderte: "Das fand ich auf vielen Ebenen interessanter und ich tat mir in diesem pädagogischen Setting weitaus leichter. Also habe ich mir gedacht: Okay, dann bleib ich in dem Feld." Für ihn persönlich war der Zivildienst ein "wichtiger Abschnitt von Sinnerfahrung", der ihn angestoßen hat, Erziehungswissenschaften zu studieren.

Dass er in einer sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft arbeiten will, ist für Lukas Linzner bald klar gewesen, "weil es da eine engere Vernetzung aus Psychologie, Pädagogik und Medizin gibt." Hier werden Kinder mit besonderen Bedürfnissen betreut, so dass eine andere Struktur im Wohnangebot notwendig ist. "Wir haben einen höheren Betreuungsschlüssel, damit wir auch herausfordernde Situationen besser abdecken können." Für diese Tätigkeit bringt er Erfahrungen mit, die er zuvor als Pädagoge und Tagesheimleiter in einer Sonderschule gesammelt hat.

Sozialtherapeutisches Arbeiten in der Großstadt

Da Pro Juventute zahlreiche Wohnangebote in ländlichen Gebieten hat, ist auch spannend wie der gebürtige Oberösterreicher mit Blick auf seine Arbeit die Großstadt erlebt. "Man kann sich gut vernetzen und braucht für den Weg zu Familien kein Auto", zählt Linzner zwei Vorteile auf. Eine Wohngemeinschaft mit Straße und Straßenbahn vor der Haustür bringe zwar Begrenzungen mit sich, andererseits gebe es gerade in Wien umfangreiche Möglichkeiten: "Die nächste Boulderhalle ist zehn Minuten entfernt und in zwanzig Minuten sind wir im Schwimmbad."

Und schließlich spricht Lukas Linzner noch einen weiteren Aspekt an: "Man sieht vielfältige Menschen in einer Stadt. Das ist gut für die Entwicklung eines Kindes, weil es gibt einem das Gefühl, wie das Leben aussehen kann und wie man betroffen sein kann vom Leben."

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