Magdalena Thanhoffer
Familienbetreuerin

Als Coming home bezeichnet Magdalena Thanhoffer ihren Wiedereinstieg bei Pro Juventute. Denn schon zu Beginn ihrer sozialpädagogischen Laufbahn war die gebürtige Salzburgerin in einem Jugendzentrum für unsere Organistation tätig. Seit Herbst 2024 arbeitet sie wieder bei Pro Juventute, inzwischen allerdings 250 Kilometer weiter östlich in Niederösterreich.
"Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Eltern und Jugendlichen", beschreibt sie ihr Rollenverständnis in der mobilen Familienbetreuung. Denn für Erwachsene sei teilweise schwer zu verstehen, was junge Menschen brauchen. "Da geht es wirklich ums Dolmetschen."
"Das komplett Situationselastische taugt mir ja voll", erzählt die Sozialpädagogin über ihren Arbeitsalltag und ergänzt: "Jeder Termin ist spannend. Du weißt nie, was auf dich zukommt."
Video: "Das ist wie nach Hause kommen"
| Name: | Magdalena Thanhoffer |
| bei Pro Juventute: | seit 2024; zuvor 2004 – 2006 in Salzburg |
| aktueller Job: | Fachkraft für mobilie Familienbetreuung |
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"Schema X gibt es nicht"
"Ich fahre ein- bis zweimal pro Woche zu den Familien nach Hause und helfe ihnen, ihren Tagesablauf zu bewältigen." Für manche sei das eine große Herausforderung. "Dabei dreht es sich um ganz grundlegende Dinge wie das pünktliche Aufstehen, das Jause-Herrichten und Fragen der Körperhygiene."
In anderen Familien laufe alles recht strukturiert, doch sie sehen sich plötzlich mit einer Straffälligkeit des jugendlichen Nachwuchses konfrontiert. "Da geht es dann darum, den Jugendlichen zu begleiten und gleichzeitig auch für die Eltern mit dieser überfordernden Thematik da zu sein", schildert die Familienbetreuerin.
In dieser Bandbreite braucht es hohe Flexibilität – sowohl im Timemanagement, als auch mit den pädagogischen Methoden: "Schema X gibt es nicht." Thanhoffer bezeichnet es daher "als Vorteil für die mobile Arbeit, wenn du schon Vorerfahrungen hast."
Selbständig und gemeinsam
"Ich fahre täglich Familien besuchen." Da gehört das Unterwegssein – auch längere Fahrten durch die niederösterreichischen Flächenbezirke – natürlich dazu. "Mir persönlich hilft das, um Situationen zu verarbeiten", erzählt die Sozialpädagogin.
"Außerdem habe ich regelmäßigen Austausch im Team, Supervisionen und die Pro Juventute-Fortbildungen", schätzt Thanhoffer in der mobilen Arbeit die Verbindung zwischen hohem Freiheitsgrad und der fachlichen Vernetzung: "Du arbeitest selbständig und hast gleichzeitig Backup von einem ganzen Team."







