Andreas Bischof

Freiwilligenhelfer 

Portrait Andreas Bischof

Unter der Job-Bezeichnung "Freiwilligenhelfer" kann man sich in einer sozialpädagogischen Organisation unterschiedlichste Tätigkeiten vorstellen. Andreas Bischof erfüllt seine jedenfalls mit viel Leidenschaft – und das bereits seit fast 25 Jahren.

"Seit 1968 ist das Sammeln von Münzen mein geliebtes Hobby", erzählt der ÖBB-Pensionist. "Durch die teilweise mit Fremdwährungen gefüllten Spendendosen bin ich auf Pro Juventute aufmerksam geworden. Ich war auf der Suche nach einer sinnvollen Pensionsbeschäftigung und erinnere mich noch gut an mein Vorstellungsgespräch im Juli 2002."

Da diverse fremde und ungültige Währungen, in Österreich nicht umtauschbar sind, reist der über 80-jährige auf private Kosten in unterschiedliche Länder. Dort tauscht er das Geld bei den jeweiligen Nationalbanken in Euro um und macht es so für den gemeinnützigen Zweck verwendbar.

"Das mache ich gern, denn es hat ja einen Sinn", lächelt Bischof. "Durch Pro Juventute habe ich keinen Leerlauf mehr."

»Es macht mir riesigen Spaß, es erfüllt einen guten Zweck und es kommt Kindern zugute.«
Andreas Bischof

Video: "Ich hab keinen Leerlauf mehr"

Andreas Bischof: "Ich hab keinen Leerlauf mehr"
Name:Andreas Bischof
bei Pro Juventute:seit 2002
aktueller Job:
  • Pensionist
  • freiwilliger Münzenzähler und -verwerter
Ausbildung:
  • Lehre zum Einzelhandelskaufmann
bisherige Tätigkeiten:
  • Einzelhandelskaufmann
  • Schaffner
  • Zugführer
  • Zugmanager

Seine Erfahrung und Vernetzung bringt für unsere Kinder wortwörtlich bares Geld. "Ich habe viele Kontakte zu Münzsammlern und Händlern und kann mich schlau machen, ob diese Scheine benötigt werden", schildert Bischof. "Es gibt nichts, was wir nicht verwerten können."

Dabei hebt er selbst die Transparenz und Nachvollziehbarkeit hervor. 
"Pro Juventute hat das Spendengütesiegel. Wir haben alle Unterlagen der Münzzählungen und können belegen, wie viel wir mit den jeweiligen Spendendosen eingenommen haben und wie es verwendet wird. Außerdem gilt beim Öffnen und Zählen das Vier-Augen-Prinzip“.

Nützliches und Skurriles

Als ehemaliger Eisenbahner verknüpft er das Nützliche mit dem Angenehmen. Regelmäßig reist er zur Nationalbank nach Wien oder zur deutschen Bundesbank nach München. "Da treffe ich unterwegs oft meine Ex-Kollegen und dann tauschen wir uns aus." Ins Schwärmen gerät Bischof, wenn er über seine halbjährlichen Touren in die Schweiz erzählt: "Wer jemals über den Arlberg gefahren ist, weiß, wie schön die Strecke ist. Ich habe einfach Freude daran und man lernt so viele Leute kennen."

Manchmal finden sich in den Dosen ganz besondere Schätze, eine Maria-Theresien-Münze zum Beispiel. Und auch skurrile Dinge hat er schon entdeckt, etwa ein Kondom. Doch beides sind Ausnahmen, weiß Andreas Bischof aus Erfahrung.

Über das Richtige im Leben

"Für meine Pension habe ich mir immer eine sinnvolle Tätigkeit gewünscht, die ich mit Reisen verbinden kann. Jetzt verbringe ich einen Gutteil meiner Lebenszeit damit, Münzen zu sortieren und zu verwerten – damit sie Kindern zugutekommen", bringt der Pensionist es auf den Punkt. "Ich glaube, ich habe genau das Richtige gefunden."

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