Nachhaltigkeit leben

Wie Kinder- und Jugendhilfe Zukunft gestaltet

Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Umweltthema – sie wird zunehmend zu einer pädagogischen und gesellschaftlichen Aufgabe. Genau hier setzt das Projekt „Nachhaltigkeit leben“ von Pro Juventute an. Der in der Fachzeitschrift unsere jugend veröffentlichte Beitrag zeigt, wie nachhaltige Entwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Fachkräften aktiv gestaltet werden kann.

Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass viele junge Menschen Umwelt- und Klimaschutz als wichtig erachten, sich jedoch oft machtlos fühlen. In Befragungen äußerten sie den Wunsch nach mehr Wissen, konkreten Handlungsmöglichkeiten und gemeinschaftlichen Aktivitäten. Themen wie Mülltrennung, Energiesparen oder nachhaltiger Konsum sollen nicht theoretisch bleiben, sondern im Alltag erlebbar werden.

Pro Juventute verfolgt dabei einen umfassenden Ansatz. Nachhaltigkeit wurde als einer der zentralen pädagogischen Grundpfeiler neben Partizipation, Traumasensibilität, Angehörigenarbeit sowie Kooperation und Vernetzung verankert. Besonders wichtig war die aktive Einbindung aller Beteiligten – von den Kindern und Jugendlichen bis zu den Mitarbeitenden.

Das daraus entstandene Projekt umfasst Bildungs- und Beteiligungsformate für Mitarbeitende ebenso wie für Kinder und Jugendliche. Workshops, Fortbildungen, Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und gemeinsame Challenges schaffen Raum für Lernen und Mitgestaltung. Ein besonders gelungenes Beispiel ist das Tiroler Projekt „Näh dich frei“, bei dem aus ausrangierter Kleidung neue Kissenbezüge entstehen. Dabei geht es nicht nur um Wiederverwertung, sondern auch um persönliche Entwicklung, Selbstwirksamkeit und die Frage, wie Veränderung im eigenen Leben gelingen kann.

Auch auf Organisationsebene wurden nachhaltige Strukturen geschaffen – auf Basis unserer ersten Gemeinwohlbilanz arbeiten wir an nachhaltigen Einkaufsrichtlinien, der Förderung klimafreundlicher Mobilität oder dem schonenden Umgang mit Ressourcen.

Das zentrale Fazit der Autor:innen: Jeder kleine Schritt zählt. Nachhaltigkeit gelingt dann besonders gut, wenn Menschen ihre Wirksamkeit erleben, Organisationen Verantwortung übernehmen und unterschiedliche Partner zusammenarbeiten. So kann Kinder- und Jugendhilfe einen wichtigen Beitrag dazu leisten, junge Menschen zu ermutigen, ihre Zukunft aktiv und nachhaltig mitzugestalten. 

Der komplette Artikel kann in der Zeitschrift "unsere Jugend" nachgelesen werden. 

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