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Pro Juventute
Mobil Tulln

Wir unterstützen Familien in schwierigen Lebenssituationen. Gemeinsam mit den Familienmitgliedern suchen wir Wege für ein gutes Zusammenleben, damit sie ihren Alltag und besondere Herausforderungen gut bewältigen können.
Pro Juventute
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Nibelungengasse 7/Büro 1
3430 Tulln
Schwerpunkte

Seit 2018 ist Pro Juventute in Niederösterreich im Rahmen der Unterstützung der Erziehung im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe tätig und bietet flexible Leistungen, die individuell an die Erfordernisse des jeweiligen Familiensystems angepasst sind. Im Jahr 2020 erfolgt die Eignungsfeststellung für ganz Niederösterreich und bietet aktuell folgende Leistungen an:

  • Langzeitfamilienhilfe
  • Sozialpädagogische Familienintensivbegleitung
  • Sozialpädagogische Jugend- und Jugendintensivbegleitung
  • Familientraining – Hilfen zur Alltagsbewältigung
Sozialpädagogische Familienintensivbegleitung

Zielgruppe

Wir arbeiten mit Familien mit minderjährigen Kindern, die einen deutlichen sozialpädagogischen Unterstützungsbedarf aufweisen, wo angenommen werden muss, dass diese Krise ohne professionelle Hilfe nicht bewältigt werden kann. Es soll sich um eine akute und rasch einsetzbare Intervention handeln, wobei die Dauer je nach Familiensituation und nach Abstimmung mit der Kinder- und Jugendhilfe festgelegt wird.

  • deutliche und anhaltende Überforderung der Eltern im Erziehungskontext und/oder in der Bewältigung des Alltags
  • mangelnde Gewährleistung der Grundversorgung und Vernachlässigung der Minderjährigen
  • deutliche Defizite in der familiären Beziehungsgestaltung
  • schwerwiegende physische und psychische Erkrankungen
  • Todesfälle in der Familie
  • anhaltende ökomische Belastung der Familie
  • deutliche Sozialisierungsdefizite der Kinder
  • Verhaltensprobleme und/oder Entwicklungsdefizite einzelner Familienmitglieder
  • Formen riskanter Lebensbedingungen, die eine gelungene Entwicklung der Kinder und Jugendlichen als gefährdet erscheinen lassen
  • Unterstützung bei Aufbau und in der Vernetzung mit Helfersystemen wie medizinische, psychiatrische oder therapeutische Begleitung als auch Behörden
  • bei Gewalt-, Verlust- und allgemein traumatischen Erfahrungen und akuten, existentiellen Krisensituationen

Ziele

Die sozialpädagogische Familienintensivbegleitung ist ein ganzheitliches Betreuungsangebot für Familien, um die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen im Herkunftssystem zu verbessern und die altersgerechte Entwicklung zu unterstützen und einer Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken. Durch die Hilfe soll das Kindeswohl bestmöglich gewährleistet werden und die Familien in ihren Kompetenzen soweit gestärkt werden, dass eine Erziehung innerhalb der Familie (wieder) ermöglicht wird. Durch die sozialpädagogische Familienintensivbegleitung sollen Maßnahmen der vollen Erziehung idealerweise vermieden werden, soweit die Gewährleistung des Kindeswohls auf diesem Wege erreichbar ist. Genauso denkbar ist jedoch, dass diese Form der Hilfe bei einer Rückführung aus einer Maßnahme der vollen Erziehung in das Herkunftssystem installiert wird.

Ziele können beispielhaft sein:

  • Stabilisierung des gesamten Familiensystems
  • Sicherstellung der gewaltfreien und selbstverantwortlichen Erziehungskompetenz der Eltern
  • Aktivierung und Stärkung familieneigener (und falls erforderlich auch externer) Ressourcen
  • Förderung einer altersadäquaten, individuellen Entwicklung der Kinder bzw. Jugendlichen und einer positiven Beziehung zwischen Eltern und Kindern bzw. Jugendlichen
Sozialpädagogsiche Jugend- und Jugendintensivbegleitung 

Zielgruppe

Die sozialpädagogische Jugendintensivbegleitung richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren, für die eine Form der Unterstützung der Erziehung als die am besten geeignete Maßnahme erscheint. In Einzelfällen kann diese über das 18. Lebensjahr hinaus verlängert werden.

Diese Maßnahme ist vor allem dann passend, wo eine unmittelbare Unterstützung in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen notwendig ist und auf flexible Betreuungskapazitäten zurückgegriffen werden soll. Je nach Bedarf und Intensität der Betreuung kann eine Jugendbegleitung oder Jugendintensivbegleitung vereinbart werden.

Zielgruppe ist jedenfalls das einzelne Kind bzw. der*die einzelne Jugendliche und nicht das gesamte System der Familie. Dennoch versuchen wir nach Möglichkeit, eine positive Grundhaltung des Herkunftssystems zu dieser Form der Hilfeleistung zu erreichen. Sozialpädagogische Jugend- und Jugendintensivbegleitung kann eine sonst erforderliche Maßnahme der vollen Erziehung vermeiden helfen, kann aber auch im Anschluss an eine erfolgreiche Maßnahme der vollen Erziehung gewährt werden, im Sinne einer Rückführung oder hin zu einer Verselbstständigung.

Mögliche Zielsetzungen im Rahmen der sozialpädagogischen Jugendbegleitung sind:

  • Gesundheitsversorgung
  • Strukturierung des Alltags
  • Unterstützung bei schulischen Herausforderungen
  • Vernetzungsarbeit mit Schule, AMS, Behörden, Ärzten, Arbeitgeber
  • Stärkung sozialer Kompetenzen; Eingliederung in ein soziales Netzwerk
  • Freizeitgestaltung
  • Begleitung im Umgang mit sozialen Medien
  • Sensibilisierung im Umgang mit Substanzen, Sucht und Risikoverhalten
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Erarbeitung von Konfliktlösungsstrategien
  • Individuelle Entwicklungsförderung
  • Unterstützung im familiären und sozialen Gefüge
  • Erweiterung der individuellen Kompetenzen zur Alltags- und Lebensbewältigung
  • Erreichung und Bewältigung altersentsprechender und üblicher Entwicklungsetappen
Langzeitfamilienhilfe 

Das Konzept der Langzeitfamilienhilfe versteht sich als ein flexibles Angebot, welches individuell an die Erfordernisse des jeweiligen Familiensystems angepasst wird und es sich um eine längerfristige Betreuung der Familie handelt. Es handelt sich um eine beratende Hilfe, sowie modellhaftes Handeln, praktische Hilfen und pädagogische Arbeit. Sie ist eine planvolle und zielgerichtete Betreuung, die anhand von Hilfeplänen operiert und soll eine Stabilisierung des Kindeswohls dauerhaft sichern.

Als Zuweisungskriterien gelten:

  • psychosoziale und/oder materiell-ökonomische Belastung von Familien, Überforderung der Eltern, sowie Sozialisierungsdefizite
  • eingeschränkte organisatorische Fähigkeit in der Alltagsbewältigung von Familien
  • Verhaltensprobleme und/oder Entwicklungsdefizite einzelner Familienmitglieder
  • Formen riskanter Lebensbedingungen, die hinderlich für eine gelungene Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sind

Ziele können sein:

  • dauerhafte Sicherung erfolgter Stabilisierung durch vorangegangene Hilfen
  • Stärkung und Förderung der gewaltfreien und selbstverantwortlichen Erziehungskompetenz der Eltern
  • Entwicklung und Förderung der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeitinnerhalb der Familie
  • Aktivierung und Stärkung familieneigener (und erforderlichenfalls familienfremder) Ressourcen
  • Förderung altersadäquater, individueller Entwicklung des Kindes oder des*rJugendlichen und einer positiven Beziehung zwischen Eltern, Kindern und Jugendlichen

Mögliche Inhalte von Langzeitfamilienhilfe sind unter anderem:

  • Schaffung eines Bewusstseins für Situation und Problemlage
  • Aufdeckung, Förderung und Stabilisierung der Fähigkeiten und Ressourcen der Adressat*innen
  • Aus- und Aufbau von Problemlöse- und Lebensbewältigungskompetenzen, um Selbsthilfe zu ermöglichen
  • Klärung und Stabilisierung von Beziehungen
  • Förderung und Stärkung von Erziehungskompetenzen
  • Förderung lebenspraktischer Fertigkeiten und Unterstützung bei der Alltagsorganisation (Haushaltsführung, Tagesstruktur ...)
  • Sicherung und Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen
  • Unterstützung im Umgang mit Behörden und Institutionen
  • Vernetzung der Adressat*innen im sozialen Umfeld
  • Aus- und Aufbau eines Helfersystems
  • Unterstützung und Förderung von Eigenständigkeit Jugendlicher und junger Erwachsener im Rahmen familiärer Ablöseprozesse
  • (Re-)Integration von Kindern und Jugendlichen in das Familien-/Herkunftssystem
Familientraining – Hilfen zur Alltagsbewältigung

Dieses Angebot ist eine mobile Leistung im Rahmen der Unterstützung der Erziehung. Zielgruppe sind Familien mit minderjährigen Kindern, wo innerhalb des Familiensystems grundlegende Schwierigkeiten in der Betreuung und Versorgung der Kinder bestehen. Durch die Betreuung sollen gezielte Anleitung und Unterstützung in ihren diesbezüglichen Handlungskompetenzen gestärkt werden.

Häufig liegen bei diesen Familien Schwierigkeiten in der Bewältigung des Alltags vor. Aufgaben bei denen sie durch die Familientrainer*innen Unterstützung erhalten, können beispielsweise sein:

  • Herstellen einer Tagesstruktur innerhalb des Familiensystems
  • Anleitung zur Führung des Haushalts
  • Einkaufsplanung
  • finanzielle Alltagsplanungen
  • Erkennen altersadäquater Bedürfnisse der Kinder bzw. Jugendlichen und dementsprechende Förderung
  • Unterstützung beim Sicherstellen des regelmäßigen Besuchs von Kindergarten und/oder Schule
  • Sicherstellen der medizinischen und/oder therapeutischen Versorgung der Kinder bzw. Jugendlichen bzw. Unterstützung bei der Organisation entsprechender Fördermöglichkeiten
  • Unterstützung bei einer angemessenen Nahrungsversorgung der Kinder bzw. Jugendlichen
  • Unterstützung der Eltern beim altersadäquaten Spiel mit den Kindern
  • Unterstützung bei der Anbindung der Familie in den Sozialraum

Wir legen den Schwerpunkt auf eine möglichst niedrigschwellige Arbeit im Alltag mit den Familien. Wir möchten einerseits die notwendigen (und aktuell fehlenden) Kompetenzen vermitteln, aber vor allem dafür Sorge tragen, dass die Familien möglichst schnell und nachhaltig in ihrer Selbständigkeit gestärkt werden und sie möglichst rasch (wieder) unabhängig von externer Hilfe machen. Unter Niedrigschwelligkeit verstehen wir auch eine möglichst individuelle Vereinbarung von für die Familie gut passenden Zeiten der Zusammenarbeit. Durch die mobile Form der Begleitung entfallen für die Familien Fahrtzeiten, die eine Inanspruchnahme von Hilfe vielleicht erschweren würden.

Unsere Ausbildung

In unserem Team verfügen wir über Ausbildungen in:

  • Elementar- und Volksschulpädagogik
  • Sozialpädagogik
  • Sonder- und Heilpädagogik
  • Bildungswissenschaften
  • Psychologie
  • Psychotherapie

 

Darüber hinaus bereichern folgende Zusatzqualifikationen unsere Arbeit:

  • Traumapädagogik
  • Deeskalationsmanagement
  • Biografiearbeit
  • praktische Psychiatrie
  • Verhaltens- und dissoziale Störungen
  • Haim Omer: neue Autorität
  • systemisches Coaching
Teamleitung
Mag.a Alexandra Haderer
alexandra.haderer@projuventute.at
Leitung Mobile Dienste
Mag.a Monika Schöggl
monika.schoeggl@projuventute.at
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