Pädagogische Enquete - Zwischen Kinderschutz und digitaler Teilhabe
Innsbruck 2026
Unter dem Titel Verbieten – Begrenzen – Begleiten? kamen bei unserer Pädagogischen Enquete am 5. November 2026 im Haus der Begegnung in Innsbruck über 150 Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen der pädagogischen Praxis zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche in digitalen Lebenswelten gut begleitet und gleichzeitig vor möglichen Risiken geschützt werden können.
Dazu gab der Medienpädagoge und Psychotherapeut Lukas Wagner, MSc. in seinem Impulsvortrag Einblicke in die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Er sprach über Chancen und Risiken digitaler Medien, besonders gefährdete Gruppen und darüber, was junge Menschen für einen gesunden und selbstbestimmten Umgang mit Social Media & Co. brauchen.
„Digitale Medien sind aus Kindheit, Jugend sowie unserer Lebens- und Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Deshalb brauchen Kinder und Jugendliche die Fähigkeit, Technologien zu verstehen, Systeme kritisch zu hinterfragen und digitale Medien kompetent zu nutzen.“ Lukas Wagner, Msc, Medienpädagoge und Psychotherapeut |
Diese Gedanken wurden im anschließenden Podiumsgespräch aufgegriffen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln weitergeführt. Gemeinsam mit dem Referenten tauschten sich Mag. Maria Niedermoser (Pro Juventute), Univ.-Prof. Dr. Kathrin Sevecke (Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Innsbruck), Mag. Raphael Hölbling (Leiter der Kinder- und Jugendhilfe Innsbruck) sowie Mag. Bettina Mair-Maurer (designierte Direktorin des Kollegs für Sozialpädagogik Stams) über ihre jeweiligen Sichtweisen aus. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven ermöglichten einen spannenden fachlichen Austausch und machten deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen rund um digitale Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen sind. Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig es ist, hier gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Die Enquete bot darüber hinaus viel Raum für Austausch, Begegnung und Vernetzung. Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig es ist, sich weiterhin intensiv mit den digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen, aktuelle Entwicklungen im Blick zu behalten und gemeinsam gute Wege zwischen Schutz, Begrenzung und Teilhabe zu finden.
„Die Enquete hat viele Denkanstöße gegeben und gleichzeitig gezeigt, wie wichtig der Austausch unter Fachkräften ist. Ich nehme konkrete Impulse für meine tägliche Arbeit mit.“ Sandra, sozialpädagogische Fachkraft aus Tirol |
Pädagogische Enquete 2027 in Wien
Die Pädagogische Enquete findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt und bietet Raum für aktuelle pädagogische Fragestellungen und versteht sich als Plattform für Austausch und Reflexion. Nach Linz, St. Pölten, Salzburg, Graz und Innsbruck geht es im kommenden Jahr am 15. September 2027 nach Wien.






