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Projektarbeit im Kinderhaus LEONA

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Kinder und Betreuerin der WG Pro Juventute Kinderhaus LEONA St. Leonhard bei der Projektarbeit

"Ich bin Ich und Du bist Du, wenn ich rede hörst du zu", war der Leitsatz für den Projektstart in der Pro Juventute-WG Kinderhaus LEONA im Juni 2011.

Die Basis dafür legte Betreuerin Sandra und das restliche Team vom Kinderhaus LEONA klinkte sich ideenreich ein.

Grundsätzlich ging es uns darum, die Gruppe intensiv zu stärken und Themen wie Freundschaft, Selbstbild, Fremdbild, Befindlichkeit, … zu erarbeiten. Für uns bedeutete es offen sein für die Bedürfnisse der Kinder, ein guter Beobachter zu sein und vieles am einfachen Tun erkennen und entdecken.

"Ich bin Ich und Du bist Du, wenn ich rede hörst du zu"

Bereits durch den Leitsatz konnten wir den Kindern vermitteln wie wichtig es ist, den Anderenbewusst ausreden und sprechen zu lassen. Als Grundvoraussetzung dafür gilt es einfach ein Zuhörer zu sein und seine Sinne bewusst einzusetzen.

Das Hauptthema war für uns Freundschaft. Von diesem Kern aus entfalteten sich dann auf Wunsch der Kinder spontane und gruppenabgestimmte Aktionen. Als Inhalte erarbeiteten wir folgende Thematiken:

Selbst und Fremdwahrnehmung

  • Wer bin ich?
  • Wie sehe ich mich?
  • Wie sehen mich die Anderen?
  • Was finde ich gut an mir?
  • Was finden andere gut an mir?

Die Kinder zeichneten sich selber und wurden auch von Mitbewohnern gezeichnet.

Freundschaft

  • Wie bin ich ein Freund?
  • Wie bin ich kein Freund?
  • Welche Fähigkeiten gefallen anderen an mir - weshalb bin ich ein Freund für andere?

Vertrauensspiele wurden gemeinsam gespielt, Freundschaftslieder gesungen und Projektarbeiten für die Kinder starteten. In Kleingruppen wurden verschiedene Darstellungen von Freundschaft gezeigt (Lego, Puppenspiel, …).

Weiters wurden Zeichnungen von den besten Freunden der Kinder angefertigt und die positiven
Eigenschaften aufgelistet und die Briefe versendet. Freundschaftsgeschichten und
Freundschaftsfilme wurden gelesen, angesehen und somit thematisiert. Es wurden auch
verschiedene Freundschaftsbilder angemalt.

Weiters gab es eine Einheit mit dem Lieblingskuscheltier. Warum es so besonders ist, was man damit verbindet. Es folgte auch ein Dialog über das Kuscheltier (Fragen- und Antwortspiel). Es gab auch noch eine Schmetterlingsmeditation. Es folgten außerdem Gesprächsrunden über die Befindlichkeit der Kinder, ihre Ängste, Sorgen, Hoffnungen, Wünsche, ...
Gezielt wurden Freundschaftsaktivitäten von Kleingruppen für die restliche Gruppe gesetzt
(Freundschaftskekse gebacken, Herbsttisch gedeckt, …).

Interkulturelles Lernen

Zu diesem Thema wurden verschiedene Plakate gestaltet auf denen unterschiedliche Länder
vorgestellt wurden. Die Vielfalt der Menschen auf der Erde wurde näher gebracht, die Flaggen
begutachtet, Sitten und Bräuche vorgestellt.

Gefühle

Hierzu gab es diverse Wahrnehmungs- und Gefühlsspiele. Die Kinder waren gefordert aufeinander zu hören und den Anderen bewusst mitwirken zu lassen. Spielerisch wurde das aktive Wahrnehmen des Anderen gefördert.

Die Kinder waren äußerst interessiert an diesen Themen. Die Beiträge die von ihnen kamen, waren überaus ergiebig und sie forderten regelrecht mehr. Im Gruppengeschehen war es deutlich merkbar, dass die Kinder immer wieder Querverbindungen zum Thema Freundschaft setzten und bewusst Freundschaftsaktionen durchführten.




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