Neue Chance für benachteiligte Jugendliche in Kirchbichl
zurückGanz in der Nähe der bestehenden Einrichtung von Pro Juventute, der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft Mikado Kirchbichl für Kinder von sechs bis 18 Jahren, wurde das Waldhäusl umgebaut und bietet seit September 2009 fünf Jugendlichen ab 15 Jahren ein neues Zuhause. Die Jugendlichen befinden sich während ihrem Aufenthalt im Waldhäusl in der Pubertät, einem schwierigen Lebensabschnitt, gekennzeichnet von familiären Konflikten, denen Eltern oft hilflos gegenüberstehen.
"In dieser konfliktreichen Zeit der Auseinandersetzung leben wir den Jugendlichen die Bedeutung der Menschenrechte vor. Wir vermitteln ihnen das Erkennen und Akzeptieren von Bedürfnissen und das Aufzeigen der Grenzen bei sich selbst und bei anderen", beschreibt Pro Juventute-Direktor Mag. Emanuel Freilinger die grundlegende Zielrichtung der WG Waldhäusl.
Die Jugendwohngemeinschaft Pro Juventute Waldhäusl Kirchbichl
Nach einem rekordverdächtigen Start im September des Vorjahres - nach nur sechs Monaten Umbauzeit - galt es die Jugendlichen zu integrieren, Routinen zu entwickeln und die Zusammenarbeit mit der WG Kirchbichl (Mikado) auszubauen. So helfen z. B. die BetreuerInnen vom Waldhäusl bei der Lernstunde in der WG Mikado und die BetreuerInnen von Mikado kümmern sich um die Jugendlichen, die an Schließtagen nicht nach Hause fahren können.
Die Jugendlichen aus dem Waldhäusl lernen Verantwortung für die jüngeren Kinder aus der WG Mikado zu übernehmen. Ziel ist es, den Jugendlichen Orientierung und praktische Anleitungen zu geben, damit sie in absehbarer Zeit selbstständig ihren eigenen Weg gehen können.
Eröffnungsfeier mit viel Prominenz
Neben VertreterInnen der Jugendwohlfahrt, DSA Reinhard Stocker-Waldhuber, leitender Diplomsozialarbeiter im fachlichen Bereich der Jugendwohlfahrt des Landes Tirol, sowie Mag. iur. Martina Grammlinger von der Jugendwohlfahrt BH Kitzbühel fanden sich auch Pro Juventute-Präsident KommR Fritz Peham und Dir. Mag. Emanuel Freilinger am Freitag bei der Eröffnung ein.
Hinzu kamen die Kinder und ihre Betreuerinnen sowie Betreuer der WG Mikado und viele Nachbarn und Freunde aus der Umgebung.


